04 Mai

Verteilung der Android Versionen

Wenn man fĂŒr ein Betriebssystem entwickelt ist es immer interessant zu wissen, wie die Verteilung der einzelnen Versionen ist. Es bringt niemanden etwas zu programmieren, dass keiner nutzt bzw. nutzen kann. Man sollte immer darauf achten, dass man die grĂ¶ĂŸte Schnittmenge erreicht. Wie verteilen sich die einzelnen Android Versionen?

Eigentlich sollte man immer sicherstellen, dass man abwĂ€rtskompatibel programmiert, leider ist dies bei großen VersionssprĂŒngen nicht immer möglich. GlĂŒcklicherweise hat es solch gravierende Einschnitte beim Android Betriebssystem noch nicht gegeben.
Die folgende Statistik basiert auf den Nutzungsdaten des Android Markets der letzten 14 Tage. Es sind somit nicht alle verkauften Android Handys vertreten, jedoch sollte die Statistik ausreichend genug sein.
Verteilung Android Versionen

Besonders interessant finde ich, dass schon 33,3 % aller Android Benutzer Version 2.0 oder höher einsetzen. Und auch, dass die Versionen 2.0 und 2.0.1 schon fast keine Rolle mehr spielen und das obwohl erst seit kurzem Android 2.1 in Deutschland fĂŒr das Motorola Milestone verfĂŒgbar ist. Neben der 2.1 Version sind noch die Versionen 1.5 und 1.6 sehr aktiv vertreten.
Wenn man die Statistik genau liest erkennt man, dass viele Nutzer regelmĂ€ĂŸig prĂŒfen ob Updates verfĂŒgbar sind und auch die Handyhersteller relativ schnell aktuelle Versionen zur VerfĂŒgung stellen. Man kann also Behauptungen, wie sie Golem aufstellt, dass das Android veraltet ist oder wie heise schreibt, dass das Android Betriebssystem fragmentiert, ignorieren oder als falsch betiteln. Die Android Versionen 1.5 und 1.6 sind lediglich noch so oft vertreten, weil die Handys nicht fĂŒr höhere Versionen vorgesehen sind und meist auch von Anfang an nicht waren, das ist so, als wollte man Windows 7 auf einem 386er installieren – es geht eben einfach nicht. Man sollte bei der Programmierung fĂŒr das Android Betriebssystem darauf achten, dass man versucht mit dem SDK 1.5 zu entwickeln, damit man alle gĂ€ngigen Android Versionen unterstĂŒtzt.
Die Statistik wird ĂŒbrigends regelmĂ€ĂŸig aktualisiert, daran kann man immer schön erkennen, wie sich die Versionen entwickeln.
Falls man fĂŒr das Android Betriebssystem Programme erstellen möchte, den verweise ich auf meinen Hello World fĂŒrs Android Artikel und auf die bald startende Artikelserie. Wer sich weiterfĂŒhrend belesen möchte, dem empfehle ich die BĂŒcher Android. Anwendungen fĂŒr das Handy-Betriebssystem erfolgreich programmieren, Android: Grundlagen und Programmierung oder fĂŒr die englisch favorisierenden Android Application Development: Programming with the Google SDK.




14 Kommentare zu “Verteilung der Android Versionen”

  1. 1
    donxob sagt:

    Android 2.2 ? Soll das Vlt. 2.1 heißen?

  2. 2
    konqui sagt:

    Moin,

    ist das mit der Version 2.2 ein Tippfehler? Ich besitze auch ein Milestone, jedoch ist bei mir die neuste Version aktuell nur die 2.1.

    cu

  3. 3
    Jens sagt:

    Es ist natĂŒrlich ein Tipp Fehler, ich bin derzeit so darauf aus mich durch 2.2 zu wĂŒhlen, dass es shceinbar keine anderen Version mehr gab 🙂 es heißt richtig 2.1. Ich korrigiere dies sofort. Danke fĂŒr die Hinweise

  4. 4
    10-05-05 Morning Briefing : digirati sagt:

    […] des Tages: Wie schaut es um die Versionsverteilung bei Android […]

  5. 5
    Mort sagt:

    Schön wĂ€r’s ja, wenn die alten Versionen nur an veralterter Hardware lĂ€gen und die Hersteller mit ihren Updates flott wĂ€ren. Aber z.B. Hero und Galaxy wĂŒrden locker auch 2.1 vertragen (das Hero soll’s ja irgendwann mal bekommen…) und selbst auf dem G1 laufen „selbstgekochte“ 2.x-ROMs recht passabel. Selbst topaktuelle und gut ausgestattete Handys wie Backflip und X10 kommen mit den veralterten 1.x-Versionen.
    Besonders Àrgerlich ist das, weil 1.6 viele Bugfixes und neue Programmierschnittstellen enthÀlt und in 2.x der Umgang mit störrischen Hintergrunddiensten verÀndert wurde, wodurch die Handys nicht mehr so leicht durch schlecht programmierte Apps lahmgelegt werden können.

  6. 6
    Jens sagt:

    Es gibt natĂŒrlich auch Handys, die Android 2 fĂ€hig wĂ€ren und natĂŒrlich haben die Hersteller auch immer einen Einfluß auf die aktualitĂ€t, aber ich nutze lieber eine Version die 4 Wochen spĂ€ter veröffentlicht wird und vernĂŒnftig getestet wurde, als eine Version die Beta ist. Und leider sind Handyhersteller auch sehr geldgetrieben und verkaufen lieber ein neues Handy als das alte weiter zu unterstĂŒtzen.

  7. 7
    LiveWire sagt:

    Was soll denn bitte so falsch an den Aussagen von Golem und Heise sein?

    «Zwei Drittel aller Android GerÀte sind veraltet»
    Schreibst du sogar selber.

    «Die Android-Landschaft ist fragmentiert»
    In 1.x und 2.x sowie langsame GerÀte und schnellere GerÀte, da hat der Heise-Autor schon recht. Das ist die selbe Aussage wie die Vorherige.

    Android 2.1 wurde vor fast 5 Monaten veröffentlicht, also schon recht lange her. Nein, es interessiert nicht wie lange Motorola gebraucht hat fĂŒr 2.1, Google ist der Maßstab, nicht die GerĂ€te Hersteller. Motorola mag sich ja anstrengen und modernes Werkzeug wie Gerrit verwenden, aber knapp 3 Monate Verzögerung sind bei aller Liebe nicht lobenswert!

    Zwischen dem 386er und und Windows 7 liegen 20 bis 24 Jahre. Zwischen den ersten Android 1.5 GerĂ€ten und Android 2.1 liegt gerade mal ein Jahr. Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich, so kurzlebig sind die Produkte nun auch wieder nicht. Windows 7 auf einem Computer von 2004 bis 2006 kommt schon eher hin und da lĂ€uft es ganz gut. Außerdem zeigt Cyanogen momentan, dass es doch noch geht 2.1 auf das G1 zu portieren.

    Der Windows 7 Vergleich passt auch gut zu deiner SDK Empfehlung. Windows 7 als Vista Nachfolger ist endlich das Produkt geworden, welches Vista sein sollte, ein modernes Produkt konsequent programmiert mit moderner Technik und effizienten Paradigmen. Da passt deine 1.5 Empfehlung nicht. Der Erfolg von Windows 7 bestĂ€tigt es. Apples Argumente im Streit mit Adobe sind auch teilweise nachvollziehbar. Android 1.5 ist Abandonware, warum sollte man sich weiter den Stein (kein beabsichtigter Seitenhieb) ans Bein binden? Damit Hersteller ihre LadenhĂŒter nicht aktualisieren brauchen?

    Wenn man sich nochmal die Zielgruppe fĂŒr Android vor Augen hĂ€lt, dann ist es nicht weiter verwunderlich, dass alle 2.1-fĂ€higen GerĂ€te mit 2.1 laufen. Dazu passt dann auch die aktuelle Computerbase/Steam OS Statistik. Verwunderlich ist eher, dass 2/3 nicht aktualisiert werden können bzw. konnten, was auch so bei Golem und Heise stand, aber das musst du wohl ignoriert haben.

    Auch wenn du dein Blog Milestone Blog nennst, wĂŒrde ich mir wĂŒnschen, dass du etwas objektiver und differenzierter schreibst. Beim Froyo Artikel ist mir das schon aufgefallen. Chip ist alles andere als eine seriöse Quelle, bestenfalls SEO Spam. Wichtiger wĂ€re gewesen wann Motorola Froyo fĂŒr die eigenen Produkte ausliefern will, was aber noch nicht spruchreif ist.

  8. 8
    Jens sagt:

    Es freut mich, dass eine Diskussion entsteht. Veraltet ist dann etwas, wenn es nicht geupdatet wird, wenn jedoch Updates zur VerfĂŒgun stehen werden diese scheinbar auch genutzt. aus diesem Grund wĂŒrde ich Windows XP auch nicht generell veraltet nennen.Wenn man SP1 nutzt, ist es veraltet, beim aktuellen Servicepack ist es aktuell. Das gleiche ist es bei den Versionen 1.5, 1.6 und 2.2. In meinen FrĂŒheren Artikeln schreibe ich ja auch, dass Android in der Version 1 eine reine Beta Version war. Nichts desto trotz schreibe ich natĂŒrlich auch aus Sicht eine Kapitalisten, der sich dafĂŒr interessiert wie sich der Markt entwickelt und wie man diesen Markt als ganzes profitabel fĂŒr sich nutzen kann – in den Punkt kann man mich wohl mit den Handyherstellern vergleichen, die höhere Versionen nciht freigeben können/wollen.
    Ich selbst finde den Begriff Fragmentierung einfach unpassend. Niemand wĂŒrde zu Ubuntu, Ubuntu Server Kubuntu und den LTS Versionen sagen, dass Ubuntu fragmentiert. Genauso unpassend ist es diesen Begriff bei Android zu verwenden.

    Der Punkt, dass Android 2.1 seit 5 Monaten released ist stimmt natĂŒrlich, jedoch ist es immer der Zeitpunkt des SDK Releases. Ich finde es vernĂŒnftig, dass danach ein Vorlauf fĂŒr die KompatibilitĂ€t existiert und erst dann die Hersteller ein Updaten veröffentlichen

    Die Kritik, dass ich manchmal recht objektiv schreibe nehme ich an – ich bin in dem Punkt wohl nciht besser als die Apple JĂŒnger. Ich werde versuchen meinen Betrachtungswinkel weiter nach außen zu setzen.

  9. 9
    LiveWire sagt:

    Das kommt auf den Betrachtungswinkel an. Bei den Versionsnummern bzw. Releases von Ubuntu fĂ€hrt man eine strenge Politik (bis zu 4 Releases werden gepflegt), die sich bei der LTS Reihe nochmal verschĂ€rft. Da kann man dann wirklich nicht von Fragmentierung sprechen, entweder nutzt man LTS oder die neuste Version mit besserer Hardware UnterstĂŒtzung. Wobei Letzteres fĂŒr den Partner Dell nicht in Frage kam.

    Kubuntu jedoch ist eher als ein auf Ubuntu aufbauendes Projekt zu verstehen, welches sich zu Ziel gesetzt hat, KDE SC in das Ubuntu System einzupflegen und somit eine Alternative zum Standard Desktop Gnome zu bieten. Es ist nur eines von vielen Projekten um Ubuntu herum. Das FLOSS Ökosystem ist so stark fragmentiert, dass eine Sichtweise nicht ausreicht.

    Mit einer eher einfachen Sichtweise wie bei Windows muss man aber sagen, dass Windows XP viel zu lange im Markt war und damit erst recht den Markt fragmentiert hat und das an einer Stelle wo es hinderlich war. Ähnliches passiert mit Android, wenn jetzt noch viele GerĂ€te mit 1.x auf den Markt kommen (es sind noch einige Tablets/Slates angekĂŒndigt), hemmen sie das Vorankommen der Plattform, was dann auch Schuld der Hersteller ist. Den Luxus den sich Samsung mit dem Galaxy leistet, einfach kein 2.x Update zu veröffentlichen nur weil dann fĂŒr die eigenen Modifikationen kein Platz mehr ist, kann man sich eigentlich nicht leisten. Aber lassen wir das. Wichtig ist, den Anteil der 1.x GerĂ€te möglichst schnell zu verringern, was fĂŒr alle nur von Vorteil ist. Die Kunden sind weniger verwirrt und haben vertrauen in die Hersteller, die Entwickler können einfacher ihre Programme pflegen und der Hersteller macht Umsatz weil die Kunden die Produkte kaufen.

  10. 10
    Jens sagt:

    NatĂŒrlich ist es immer eine Sache des Betrachters, wenn man es untergliedert kann man Kubuntu, eeeBuntu, Xubuntu und wie sie alle heißen als Custom Roms ansehen. Fest steht jedoch, dass Android Version 1 einige Macken hat. Ich finde, dafĂŒr dass Android 2 Handys erst seit kurzem VerfĂŒgbar sind, 33% schon Ă€ußerst beachtilich, das ist eigentlich der Tenor auf den ich hinaus wollte.
    „Wichtig ist, den Anteil der 1.x GerĂ€te möglichst schnell zu verringern, was fĂŒr alle nur von Vorteil ist.“
    dem kann ich nur zustimmen. Und ich denke, dass dies auch nicht mehr lange auf sich warten lÀsst. Darauf gehe ich in einem der nÀchsten Artikel genauer ein.

  11. 11
    Mort sagt:

    DafĂŒr, dass sich Android-Handys aber erst seit dem Droid/Milestone in nennenswerten Zahlen verkaufen, sind 33% Anteil 2.x aber schon verdammt wenig. Der Anteil an 1.5-Handys steigt ja sogar in den letzten Monaten!

    Dass ein Handy mit so starken Anpassungen wie das X10 mit einer leicht veralterten Version raus kommt, kann ich ja noch nachvollziehen. Aber dass das Update auf eine bis dahin auch wieder veralterte Version dann ein Dreivierteljahr dauern soll und selbst kaum angepasste Handys wie das Backflip mit veralterten Versionen kommen, verstehe ich nicht wirklich. Und warum die angeblich doch eher „nerdige“ KĂ€uferschicht sowas auch noch kauft erst recht nicht.

  12. 12
    Vodafone 845 – Low Cost Android Handy | Motorola Milestone | Android sagt:

    […] Verteilung der Android Versionen […]

  13. 13
    Verteilung der Android Versionen Juni 2010 | Motorola Milestone | Android sagt:

    […] Mai war die Verteilung der Android Versionen noch ein Dreikampf zwischen den Versionen 1.5, 1.6 und 2.1 und ich habe damals schon festgestellt, […]

  14. 14
    Verteilung Android Version Juli 2010 – zum Zweiten | Motorola Milestone | Android sagt:

    […] und 1.6. Im Mai waren diese beiden Versionen noch auf ĂŒber 2/3 aller Android gerĂ€te zu finden. Damals wurde noch darĂŒber philosophiert, ob die Android Versionen fragmentieren wĂŒrden. Kaum treten nun […]

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