30 Mrz

WePad – ein iPad Killer? Der Vergleich

Die Tage ist eine Berliner Firma namens Neofonie in aller Munde. In meinen Augen hat nur selten eine Marketing Kampange von einem neuen Unternehmen so viel Ressonanz mit sich gezogen – und man muss zugeben, was einen versprochen wird hört sich äußerst attraktiv an. Doch was ist dieses WePad? Was kann es und kann es wirklich einem Produkt wie dem iPad den Rang ablaufen?

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Ich selbst halte solche Pseudotablets ja für relativ unnütz. Für die Büroarbeit sind sie zu schwach und für Unterwegs einfach zu groß, oder könnt ihr euch vorstellen solch ein Teil in der Bahn oder im Flugzeug vorzuholen? Ich kann es nicht, aber spätestens seit dem Ebook Readern weiß ich, dass es wirklich Menschen gibt, die sowas in der Bahn verwenden. Es war nur eine Frage der Zeit bis sich die Technologie weiter entwickelt und Tabletähnliche Computer zur Verfügung gestellt werden.
Allen voran versucht Apple wieder mit seinem Produkt die Marktfürhung zu übernehmen. Diesmal ist das allen Anschein nach jedoch nicht so einfach wie noch beim iPhone,
denn auch diesmal hat sich Apple geweigert sein aus-einem-Guß-Produkt erweiterbar zu gestalten, man kann wieder keinen Zusätzlichen Speicher nutzen, Standardanschlüße werden ebenfalls wieder vergeblich gesucht. Aufgrund des Wissens um Apples nächsten Geniestreiches, dem iPad, rangen relativ schnell identische Produkte um die Gunst der Käufer, aber in meinen Augen ist keins davon ein Konkurenzprodukt – bis jetzt…

WePad

Das WePad von der Berliner Firma Neofonie, mit diversen Partnern in der Wirtschaft und Wissenschaft, versucht Apple den Markt streitig zu machen. Mit gerade einmal 170 Mitarbeitern ist die Firma zwar weit von den Kennzahlen Apples entfernt, aber jeder hat bekanntlich mal klein angefangen.

Vergleich von WePad und iPad

Die Firma Neofonie hat es offensichtlich klar darauf angelegt überall noch etwas drauf zusetzen.
Ich glaube ich kann hier einfach mal eins zu eins den Vergleich der Pressemappe des WePads übernehmen und werde danach auf einzelne Punkte eingehen.


Technologie WePad iPad
Display 11,6 Zoll

Auflösung 1366×786 Pixel

Farbe
9,7 Zoll
Auflösung 1024×786 Pixel

Farbe
Prozessor 1,66 GHz Intel Atom N450 1,0 GHz Apple A4
Speicher 16 GB NAND – erweiterbar miittels SD Karte 3 Varianten – 16 / 32 / 64 GB
Webcam ja mit 1,3 MP (Megapixel) nein
Anschlüsse 2xUSB

Cardreader

Audioausgang

SIM Card Slot
Adapter für Kameraanschluss und Cardreader
Flash / Adobe AIR ja / ja nein / nein
Applikationen WePad AppStore

Google Android Marketplace
iTunes App Store
Akkulaufzeit circa 6 Stunden circa 10 Stunden
GPS ja (optional) ja
Ausmaße 288 x 190 x 13 mm 242,8 x 189,7 x 13,4 mm
Gewicht 800 Gramm 680 Gramm




Ich finde das WePad vorallen durch die Nutzung von Android interessant, man bekommt dadurch als Entwickler noch mehr Anreize für den Android Market zu programmieren. Zudem verfügen beide Systeme über die allseits geliebte Multitouchfunktion.
Ich selbst kann mit beiden nicht so wirklich viel anfangen, einer der Gründe warum der Vergleich diesmal nicht so groß ausgefallen ist. Ein anderen Grund ist, dass noch keine Vergleichszahlen exisiteren, weil beide noch nicht veröffentlicht wurden.
Aber eins steht fest : Jeder der Apple gut findet wird sich das iPad holen und wird auch bereit sein jeden Einführungspreis dafür zu zahlen, das sieht man an den immens hohen Vorbestellungen – scheinbar haben die Apple Jünger nichts aus ihren Fehlern beim iPhone gelernt, als dort recht kurz nach Verkaufsstart die Preise gesenkt wurden. Jeder andere der unbedingt ein Pad benötigt, wofür auch immer und sich eher mit freier Software und den günstigeren Preis identifizieren kann wird sich das WePad holen. Es ist wie bei der Frage ob Motorola Milestone oder iPhone das richtige Smartphone sei – man kann es nicht beantworten, auch wenn diesmal ebenfalls ein eindeutiger Sieger, von der Spezifikatione her, hervorgegangen ist.




2 Kommentare zu “WePad – ein iPad Killer? Der Vergleich”

  1. 1
    Mort sagt:

    Ich befürchte, die Entscheidung treffen letztendlich wieder einmal eher die Inhaltsanbieter. Um den Medienwahnsinn rund um neue Apple-Produkte kommt kein Entscheider herum – sieht man ja z.B. an den unzähligen „Mach unsere Website zu einer hübschen App“-Auftragsergebnissen im AppStore. Gut, warum Apple seinerzeit selbst ohne diesen Hype es geschafft hat, die meisten Musikanbieter in iTunes zu bringen, und das zu Konditionen, über die die Musikbranche heute noch jammert, ist mir ein Rätsel. Aber zurück zur Gegenwart.

    Heute befinden sich die Verlage in einer Zwickmühle: Apples Köder samt Haken schlucken oder sich einem Markt verweigern, der ohne die übertriebene Berichtserstattung ihrerseits vielleicht nur einen Bruchteil so groß wäre…

    Dazu kommt wieder mal die Raubkopie-Paranoia, die verhindert, einfach ungeschützte ePubs zu veröffentlichen, die auf so ziemlich jedem Reader angezeigt würden (mit z.B. FBReader oder Aldiko auch fast jedes Android-Gerät). Als ob nicht jedes DRM früher oder später ohnehin geknackt worden wäre. Und zur Not gibt’s ja auch noch OCR – in den Tauschbörsen findet sich auch heute schon so manches Buch, das nie als eBook veröffentlicht wurde.
    Aber lieber begibt sich die Contentindustrie wohl wieder mal in die Fänge von Torwächtern – auch das WePad hat ja seinen propietären Store.

  2. 2
    René sagt:

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Wepad Apple den Rang ablaufen kann, da man den Hersteller bisher garnicht kennt und das WePad nur auf dem Papier existiert. Aufgelistet scheinen die Funktionen alle überragend zu sein, doch es kommt in erster Linie auf die Bedienbarkeit an. In Sachen Touchscreen-Bedienung hat Apple bereits viel Erfahrung und auch das OS des iPads wird schon sehr ausgereift auf den Markt kommen. All diese Dinge kann man beim iPad leider nicht voraussetzen…

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